HYPO NOE Konzernzentrale
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HYPO NOE Konzernzentrale

Hypogasse 1, 3100 St. Pölten, Niederösterreich

klimaaktiv Silber, Fertigstellungsdeklaration, Neubau

Die HYPO NOE-Konzernzentrale stellt ein Vorzeigeobjekt effizienter Energienutzung dar. Das Gebäude der Hypo Group schließt städtebaulich im Norden den Bereich des NÖ Regierungsviertels und liefert damit einen positiven städtebaulichen Beitrag im Stadtgefüge. Die Fassadengestaltung in Form von beweglichen perforierten Lochblechen lässt das Gebäude als weißen Monolith erscheinen. Dieser Kristall öffnet und schließt sich dem Sonnenstand und den Betriebszeiten entsprechend. Gleichzeitig entsteht dadurch ein tageszeitabhängig unterschiedliches, spannendes Erscheinungsbild.
Erdgeschoss: Im westlichen Teil des Objektes befindet sich die Bankfiliale von der man über einen „fließenden" Übergang in die Eingangshalle gelangt. In der Halle befindet sich der Portier (Empfangspult) und der Wartebereich, bzw. diverse Räume für z.B. Facility Management, Werkstatt, Lager, Archive, Sanitäranlagen etc. Im Bereich Bankfiliale sind in Richtung Ferstelgasse Räumlichkeiten wie Backoffice Bereiche, Kundenberatung vorgesehen. Von dem zweigeschossigen Foyer gelangt man über eine Zutrittskontrolle zu den Liften, die in die jeweiligen Bürogeschosse führen. Eine große Freitreppe verbindet sowohl die Halle, als auch den öffentlichen Raum mit dem Restaurant (Kantine Lounge) im ersten Obergeschoss.
1.Obergeschoss: Im 1. Obergeschoss befindet sich das Restaurant (mit großer in Richtung Traisen gerichteter Fassade) und die Küche samt den erforderlichen Nebenräumen. Hier schließen die mit flexiblen Schiebewänden ausgestatteten Besprechungszonen an. Im westlichen Gebäudeabschnitt sind Büroräumlichkeiten angeordnet. Ein Teil dieser Büros gruppiert sich um den von diesem Geschoss aus begehbaren begrünten Innenhof.
1. – 5. Obergeschoss: Die einzelnen Bürogeschosse sind über weite Bereiche mit allen gängigen Bürotypen bespielbar (Kombi-, Zellen-, Großraumbüros). Ausreichend große Flächen im Innenkernbereich stehen für die Aufenthaltsbereiche (Teeküche mit Spüle etc.), Nebenräume und Archivflächen zur Verfügung. Sanitäreinheiten sind jedem Kern zugeordnet. Das Systemausbauraster beträgt 135 cm und ermöglicht eine große Flexibilität und Variabilität bei der Grundrissgestaltung.
Dachgeschoss: Im zurückgesetzten Dachgeschoss sind repräsentative Räume wie Sky Lobby, Büros (Aufsichtsrat), Vorstandsbesprechungen mit Dining Room sowie ein Veranstaltungsraum für 300 Personen samt Nebenräumen untergebracht.

---- WÄRME-/KÄLTEVERSORGUNG
Die Raumwärmeversorgung erfolgt einerseits über eine Brauchwasserwärmepumpe, welche aus dem bestehenden öffentlichen Grundwassernetz versorgt wird, und zur Spitzenlastabdeckung über das Fernwärmenetz der Stadt St. Pölten. Die Warmwasserbereitung erfolgt für die Bürobereiche (Sanitärgruppen sowie Teeküchen) über dezentrale drucklose Elektro-Untertischspeicher, der höhere Warmwasserbedarf der Küche im 1.OG wird über eine zentrale Warmwasserbereitung (Ladespeicher 1000l über Heizungsumformer) abgedeckt.
Die Kälteversorgung erfolgt einerseits über Free-Cooling, vom öffentlichen Grundwassernetz, in weiterer Folge versorgt die zuvor angeführte Wärmepumpe im Umkehr- und Umschaltbetrieb das Gebäude mit Kaltwasser, wobei die Abwärme in diesem Fall an das öffentliche Grundwassernetz abgegeben wird. Zur Abdeckung von Spitzenlasten sind zwei Kältemaschinen à 717 kW vorgesehen. Die Abwärme wird in diesem Betriebsfall über Rückkühler, welche auf dem Dach situiert sind, abgeführt.
---- WÄRME- UND KÄLTEABGABE
Die Beheizung der Räume erfolgt größtenteils über Heizkörper, welche an der Außenwand unter den Fenstern situiert werden. Für die Kühlung der Räume sorgt eine Metallkühldecke, welche Fensterachsenweise konzipiert ist. Für die nachträgliche Verschiebung der Raumtrennwand in Richtung des Ganges oder umgekehrt, ist die Kühldecke im Bereich der möglichen Raumtrennwand unterbrochen. Somit wird gewährleitet, dass eine nachträgliche Verschiebung der Trennwand ohne Umbauarbeiten an der Kühldecke möglich ist. Da die Raumtrennwände auch in Richtung der Achsen verschoben werden können, ist jede Kühldecke jeder Fensterachse getrennt über ein Regelventil regelbar, d.h. jedes Kühldeckenelement kann jederzeit jedem Raum regeltechnisch zugeordnet werden. Zusätzlich zu den Kühldecken wurde ein Fancoil- Kaltwasserkreis in der Zwischendecke vorbereitet, um nachträglich bei sich ändernden Raum- und Nutzungsverhältnissen Fancoils nachrüsten zu können. In den EDV und Serverräumen ist keine Heizung geplant. Für die Kühlung ist ein eigener Regelkreis (Fancoilkreis) vorgesehen, der auch im Ganzjahresbetrieb die angeschlossenen Umluftkühler mit Kühlwasser versorgt.
---- LÜFTUNG
Die Lüftungsanlagen sind mit hocheffizienten Rotationswärmetauschern ausgestattet. Die Zuluft wird über einen Drallauslass, Situierung jede 2.Achse, in den Büroraum eingebracht. Die Abluft strömt über schallgedämmte Überströmelemente, welche in der Wandkonstruktion über der Tür integriert sind, in den Gang über. Die Absaugung der Abluft erfolgt zentral im Gang über Abluftgitter.
Der Zu- bzw. Abluftventilator läuft im Normalfall von der GLT überwacht prinzipiell auf der am Frequenzumformer eingestellten Luftmenge. Bei Bedarf, z.B. im Nachtbetrieb kann die Luftmenge entsprechend reduziert oder komplett abgeschaltet werden. Der Rotationswärmetauscher wird in Abhängigkeit der Zulufttemperatur leistungsgeregelt. Das Vorheizregister regelt in Abhängigkeit der Außentemperatur auf konstante Zulufttemperatur, gemessen nach der Luftbefeuchtung. Zusätzlich ist eine Frostschutzüberwachung ausgeführt.Ergänzend hierzu kann ein Entfeuchtungsbetrieb vorgesehen werden, damit bei extremen Außenluftzuständen eine Entfeuchtung der Zuluft durchgeführt werden kann.
Ab ca. 20°C Außentemperatur wird zugelassen, dass die Raumtemperatur gleitend ansteigt, bis auf ca. 22° C Raumtemperatur bei ca. 26°C Außentemperatur. Bei weiterem Anstieg gleitet die Raumtemperatur bis zu einer Temperatur von 26°C, bei einer Außentemperatur von 32°C hoch.
Im Sommerbetrieb erfolgt die Vorkühlung der Luft über das im Modulgerät situierte Kühlregister, mit dem die Zulufttemperatur bis auf eine Temperatur von ca. 17-18°C abgekühlt und in die einzelnen Ebenen verteilt wird.

---- PV-ANLAGE
Eine am Dach aufgeständerte 32 kWpeak PV-Anlage (bestehend aus 174 Modulen) liefert einen prognostizierten Jahresertrag von rund 33.200 kWh/a.

Allgemein

Bürogebäude, Fertigstellung 2012
klimaaktiv Deklaration: 2017
deklariert nach: Büro Neubau (V2.0, Sept. 2012)
klimaaktiv Punkte: 794 von 1000

Kategorie klimaaktiv Punkte
Standort 0
Energie und Versorgung 0
Baustoffe und Konstruktion 0
Komfort und Gesundheit 0

Kriterium Wert
Konditionierte Brutto-Grundfläche (BGF) 13728 m²
Nettonutzfläche 19000.00 m²
Bauweise Massivbau
Heizsystem Raumheizung Fern- oder Nahwärme, Wärmepumpe
Heizsystem Warmwasser Fern- oder Nahwärme, Wärmepumpe
Art des Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung
Bereitstellung Warmwasser zentral

Energiedaten berechnet nach OIB Richtlinie 6 - 2011 oder älter

Kriterium Wert
Heizwärmebedarf (HWB) 4.90 kWh/m³a
Primärenergiebedarf (PEB) 130.30 kWh/m²a
CO2-Emissionen 18.70 kgCO2/m²a
lc-Wert 4.3478260869565 m

Kriterium Wert
OI3 Index (TGH, BGF) 103.00

Kriterium Wert
Blower Door Test (n50-Wert) 1.00 1/h
Messung VOC Summe VOC ≤ 300 µg/m³
Energiemonitoring berücksichtigt